Stellungname

Uhingen, 13.12.2020

 

Sehr geehrte Frau Widmaier,
sie als Vorsitzende der SPD-Fraktion im Uhinger Gemeindrat stellten einen Haushaltsantrag im Jahr 2014, in dem sie die Gelder, welche für die Erschließung des Baugebietes WeilenbergerHof III eingestellt waren, streichen wollen. Dieser Antrag wurde aufgrund eines Missverständnisses der CDU-Fraktion (die CDU dachte, wenn sie ihrem Antrag folgt, könnte ihr eigener Antrag mit den frei gewordenen Geldern realisiert werden, was nicht passierte, da ihr Antrag weiterreichend war und nach der Abstimmung die Gelder gänzlich gestrichen waren) unterstützt und angenommen. Dieser Antrag wurde im Übrigen gegen den Widerstand der FWV und der Verwaltung aufrechterhalten. Herr Hollatz und Herr Wittlinger wiesen damals auf eine deutliche zeitliche Verzögerung und auf drohende Kostensteigerung ausdrücklich hin. Das Ziel des Gemeinderates war es, die Quadratmeterpreise im Weilenbergerhof III in etwa auf dem Niveau der Preise im Weilenbergerhof II zu halten, also um 320-360 Euro.

Durch ihren angenommenen Antrag und die sich daraus resultierenden Konsequenzen konnte in der Folge die Erschließung in 2015 und die Vermarktung und Verkauf der Bauplätze ab 2016 nicht beginnen. Zwischenzeitlich entwickelte sich der ihnen bekannte Widerstand in der Bevölkerung im bestehenden Weilenbergerhof I und II, was die Entwicklung weiter verzögerte. Bis zur Abstimmung über die Erschließung und Festlegung der Baupreise vergingen nun 4 Jahre. 4 Jahre, in denen sich die Wohnungsknappheit verschärfte, Bauland noch rarer wurde und vor allem die Kosten in der Baubranche sich um 20 bis 30% (je nach Gewerk) verteuerten. Ich denke nicht, dass sie an dieser Stelle von mir eine Rechnung verlangen, auf jeden Fall entspricht 20% von 360 so ungefähr 72. An dieser Stelle sei angefügt, dass ich im Gemeinderat von ca. 80 Euro sprach.

Aus der Sicht der FWV sind dies alles Fakten und keine Fake News. Im Übrigen war meine Aussage in einer Gemeinderatssitzung getätigt, ich gab keiner Zeitung ein Interview, deshalb gehört diese Sache auch im Gemeinderat behandelt und nicht in der Rubrik Leserbriefe der NWZ. Außerdem ist es fraglich und zeugt von keinem guten Niveau, wenn sie Gemeinderatsangehörige, welche Aussagen treffen, die sie nicht für gut halten, in der Öffentlichkeit als „Fake-News“-Verbreiter zu diskreditieren und beschädigen wollen. Falls es zu einer Veröffentlichung in dieser von ihnen vorgesehenen Form kommt, behalten wir uns vor, rechtliche Schritte einzuleiten.

Als gewählte Gemeinderäte haben wir einen Eid geleistet, Schaden sowohl von der Stadt als auch ihren Bürgern, wo immer es geht abzuwenden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Dr.med. Andreas Bruder
(FWV Uhingen)